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Kultur- und Kreativwirtschaft – Struktur und Chancen für eine urbane Politik

Keynote

Was ist dran am neu entdeckten Wirtschaftszweig?

Kurz nach der Jahrtausendwende geisterte der neue Begriff „Kultur- und Kreativwirtschaft“ durch die Wirtschaftsministerien der westlichen Welt. Aus USA und England kommend wurden die „Creative Industries“ genauer untersucht. Auch in Deutschland fing man ab 2006 an statistische Kreativwirtschaftsberichte zu erstellen und stellte Erstaunliches fest: Die Kultur- und Kreativwirtschaft entpuppte sich als drittstärkste Wirtschaftsbranche im Lande. Hatte man Kultur doch bis jetzt immer nur als Subventionsthema gesehen.

Was ist also dran am neu entdeckten Wirtschaftszweig? Wie groß ist die Wirtschaftsleistung wirklich? Welche Teilbranchen umfasst er? Wie kann man Förderprogramme für diesen Wirtschaftszweig konstruieren?

Schliesslich fördert das Wirtschaftsministerium auch die anderen Wirtschaftsbranchen großzügig (z. B. 1 Mrd € an Mercedes für die Entwicklung eines E-Autos). Wie kann man eigentlich Kreativität und Ideen bezahlen? Und welche positiven Effekte kann die Kultur- und Kreativwirtschaft auf die Stadtentwicklung und urbane Politik haben?

Micki Meuser ist Komponist und Musikproduzent und arbeitet seit 2007 im Bundeswirtschaftsministerium in der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft. Er vertritt dort die Perspektive der Musikautoren und der kreativen Künstler und wird einen Überblick über die Wirtschaftsbranche „Kultur“ geben.